Was Oldtimer-Mechanik umfasst
Eine Oldtimer-Reparatur betrifft, wie bei jedem Sportwagen, alles, was das Fahrzeug antreibt, lenkt und anhält. Jeder Bereich hat eigene Handgriffe und Werkzeuge, und die meisten haben eine eigene Seite.
- Motor: Undichtigkeiten, Ölverbrauch, Kompressionsverlust, Teil- oder Komplettrevision.
- Getriebe: Synchronringe, Lager, Schaltung, Schalt- wie Automatikgetriebe.
- Kupplung: Scheibe, Druckplatte, Ausrücklager, Schwungrad, hydraulische oder Seilzugbetätigung.
- Bremsen: Scheiben, Sättel, Hauptbremszylinder, Schläuche, Bremskraftverstärker.
- Steuertrieb: Zahnriemen oder Ketten, Spanner und Umlenkrollen.
- Kühlung: Kühler, Wasserpumpe, Thermostat, Lüfter, Schläuche.
- Fahrwerk und Lenkung: Stoßdämpfer, Gummilager, Kugelgelenke, Zahnstange oder Lenkgetriebe.
- Auspuff, Vergaser und Einspritzung: Krümmer, Schalldämpfer, Vergaser, mechanische oder elektronische Einspritzung.
Warum vor jeder Reparatur eine Diagnose?
Ein und dasselbe Symptom kann mehrere Ursachen haben. Ein Fahrzeug, das zu heiß wird, kann an einem klemmenden Thermostat, einem verschmutzten Kühler, einem Lüfter, der nicht mehr anspringt, oder, schlimmer, an einer defekten Zylinderkopfdichtung leiden. Teile auf Verdacht zu tauschen kostet viel und löst nichts.
Die mechanische und elektronische Diagnose klärt zuerst die Ursache: Auslesen der Steuergeräte bei neueren Modellen, Kompressionsmessung, Druckverlusttest der Zylinder, Probefahrt und Sichtprüfung bei jedem Fahrzeug. Der Befund wird Ihnen vor dem Kostenvoranschlag erläutert.
Reparieren oder überholen?
Reparieren heißt, das defekte Bauteil zu ersetzen: eine Dichtung, eine Pumpe, ein Lager. Überholen heißt, die ganze Baugruppe zu zerlegen, jedes Teil zu vermessen und alles zu ersetzen, was verschlissen ist oder außerhalb der Toleranz liegt. Eine Überholung ist angezeigt, wenn der Verschleiß allgemein ist oder eine Einzelreparatur die Technik anfällig ließe. Der Befund und ein detaillierter Kostenvoranschlag erlauben Ihnen eine fundierte Entscheidung.
Bei den Teilen bietet die Werkstatt je nach Fall Originalteile, gleichwertige oder aufbereitete Teile an; bei mancher alten Technik bleibt ein neu angefertigtes zeitgenössisches Teil die beste Lösung. Die Herkunft wird stets angegeben, und die Ersatzteile haben eine eigene Seite.
Drei in der Werkstatt überholte Motoren
Der Zwölfzylinder-Boxer der Ferrari Testarossa wurde ausgebaut, vollständig zerlegt, seine Teile instand gesetzt, dann wieder montiert, eingebaut und nach einer Probefahrt freigegeben. Bei diesem Motor ist der Steuertrieb mit Zahnriemen ein eigener Wartungsposten: siehe Zahnriemenwechsel bei Ferrari.
Am Mercedes 220 SEb Cabriolet wurden der Reihensechszylinder und seine mechanische Bosch-Einspritzung überholt, ebenso Getriebe, Vorderachse und Bremsschilde. Eine mechanische Einspritzung dieser Generation verlangt eine geduldige Einstellung, die kein Diagnosegerät ersetzt.
Schließlich wurde der Fünfzylinder-Turbo eines Audi RS2 in der Werkstatt neu aufgebaut. Für Boxer-Sechszylinder, luft- oder wassergekühlt, beschreibt die Seite Porsche-Motorrevision die häufigsten Arbeiten.










