Womit beginnt die Restaurierung eines BMW?
Jede BMW Restaurierung beginnt mit einer Untersuchung auf der Hebebühne: Zustand der Karosserie unter den Schutzschichten, übereinstimmende Nummern, Historie, Kompression und Undichtigkeiten. Diese Bestandsaufnahme ergibt einen detaillierten Kostenvoranschlag, Position für Position, und eine klare Entscheidung zwischen gezielter Instandsetzung und Vollrestaurierung mit nackter Karosserie.
Im zweiten Fall wird die Karosserie entlackt, korrodierte Bleche werden herausgetrennt und durch Reparaturbleche oder neue Teile ersetzt, dann wird die Struktur vor der Lackierung konserviert. Die allgemeinen Schritte, von der Zerlegung bis zur Probefahrt, beschreibt die Seite Vollrestaurierung.
BMW 2002: Wo versteckt sich der Rost?
Leicht und einfach, hat der 2002 oft ein langes Leben als Alltagsauto hinter sich. Seine selbsttragende Karosserie wird Punkt für Punkt geprüft:
- Radläufe, vordere und hintere Kotflügel, Schweller und Wagenheberaufnahmen;
- Bodenbleche, Kofferraumboden und Reserveradmulde;
- vordere Federbeindome und Frontschürze;
- Scheibenrahmen unten und Rahmen der Heckscheibe.
E9-Coupés 3.0 CS und CSL: vor allem Rost
Die E9-Coupés, deren Karosserien bei Karmann entstanden, gelten zu Recht als rostanfällig. Kotflügel, Schweller, Böden, Längsträger, Radläufe und A-Säulen werden nach Ausbau der Verkleidungen geprüft, denn ein E9, der gesund aussieht, verbirgt oft alte Reparaturen.
Beim 3.0 CSL haben die Aluminiumklappen und die versionsspezifischen Teile Vorrang. Die zahlreichen Chromteile — Stoßstangen, Fensterrahmen, Zierleisten — und das Holzarmaturenbrett gehören fest zur Arbeit: Die Verchromung übernimmt die Werkstatt, ebenso die Aufarbeitung der Holzteile zusammen mit der Sattlerei.
E24, E30 und E30 M3: Youngtimer restaurieren
Das E24-Coupé der 6er-Reihe wird an den vorderen Kotflügeln, Schwellern, Radläufen und am Kofferraumboden geprüft; sein M30-Sechszylinder oder der M88 des M635CSi wird je nach Zustand überholt. Der jüngere E30 rostet vor allem an den hinteren Radläufen, Schwellern, Wagenheberaufnahmen und rund um die Frontscheibe.
Der E30 M3 verlangt besondere Sorgfalt: verbreiterte Kotflügel, spezifische Karosserieteile und Ausstattung, S14-Motor mit 16 Ventilen. Eine gelungene Restaurierung erhält möglichst viele Originalteile und dokumentiert jedes ersetzte Teil, was für die Authentizität des Autos zählt.
BMW Z1: eine Restaurierung für sich
Der Z1 basiert auf einer verzinkten Stahlkarosserie mit abnehmbaren Teilen aus Verbundwerkstoff. Seine Türen versenken sich in die Schweller, angetrieben von einer elektrischen Mechanik, die sorgfältig geprüft und eingestellt werden muss. Die Kunststoffteile verlangen eine eigene Lackvorbereitung, anders als Stahlblech; der 2,5-Liter-Sechszylinder wird wie die anderen BMW-Motoren jener Zeit behandelt.
Motor, Lack und Sattlerei eines restaurierten BMW
Der M10-Vierzylinder des 2002, der M30-Sechszylinder von E9 und E24 und der S14 des E30 M3 werden nach Zerlegung und Vermessung neu aufgebaut: Zylinderkopf, Ventile, Steuertrieb, Kolben, Lager. Der Kostenvoranschlag für den Motor beruht auf dem tatsächlich festgestellten Zustand, nie auf einer Pauschalschätzung.
An der Karosserie werden Spaltmaße und Ausrichtung vor der Lackierung korrigiert, die im über den Farbcode ermittelten Originalton oder in einem Farbton Ihrer Wahl erfolgt. Die Sattlerei, vollständig im Haus, erneuert Sitze, Türverkleidungen, Dachhimmel und Teppiche in Leder oder zeitgenössischem Stoff. Für die laufende Wartung und aktuelle M-Modelle siehe die Seite BMW.