Was umfasst eine Ferrari Inspektion?
Die Ferrari Inspektion beginnt immer mit dem Wartungsplan, den der Hersteller für Modell und Baujahr vorsieht. Ein F430, ein 612 Scaglietti und ein California haben weder dieselben Flüssigkeiten noch dieselben Prüfungen oder Wartungsarbeiten. Viele Modelle besitzen eine Trockensumpfschmierung: Der Ölstand wird nach einem genauen Verfahren geprüft, oft bei warmem Motor im Leerlauf, sonst ist die Messung falsch.
Das Fahrzeug wird zuerst gefahren, dann angehoben und untersucht. Alle Befunde fließen in ein detailliertes Angebot, Position für Position, und nichts kommt ohne Ihre Zustimmung hinzu.
- Motoröl und Filter, Getriebe- und Differenzialöl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit
- Hydraulikflüssigkeit des F1-Getriebes oder Öl des Doppelkupplungsgetriebes, je nach Modell
- Zündkerzen, Luft- und Innenraumfilter, Nebenaggregatriemen
- Schläuche, Schellen, Motorlager, Undichtigkeiten und Schwitzstellen
- Bremsen, Radlager, Kugelgelenke, Gummilager, Achsvermessung und Reifenalter
- Auslesen der Steuergeräte und gespeicherten Fehler mit einem Diagnosegerät
Ferrari Service: Warum die Zeit so viel zählt wie die Kilometer
Viele Ferrari fahren wenig. Das ist kein Grund, die Wartung hinauszuzögern: Der Wartungsplan des Herstellers legt Fristen nach Zeit und nach Laufleistung fest, und es gilt, was zuerst erreicht wird. Öl nimmt auch im Stand Feuchtigkeit und Säuren auf, Bremsflüssigkeit zieht Wasser, Dichtungen trocknen aus, Reifen verhärten, obwohl das Profil makellos wirkt.
Ein lange abgestellter Ferrari braucht zudem Aufmerksamkeit für die Batterie, die von den Steuergeräten neuerer Modelle auch bei ausgeschalteter Zündung belastet wird, und für die Kraftstoffanlage. Verbringt das Fahrzeug den Winter in der Halle, vermeiden eine saisonale Vorbereitung und Einlagerung einen Kaltstart nach Monaten ohne Vorkehrungen. Bei Modellen mit Zahnriemen gilt diese Logik der Zeit noch stärker, wie die Seite zum Ferrari Zahnriemenwechsel zeigt.
F1- und Doppelkupplungsgetriebe: was die Diagnose ausliest
Bei Ferrari mit automatisiertem F1-Getriebe, vom F355 F1 bis zum F430, über den 360, den 575M oder den 612, wird die Kupplung über einen Hydraulikkreis betätigt. Das Diagnosegerät liest Werte zum Kupplungsverschleiß und zum Greifpunkt aus, prüft Pumpe, Druckspeicher und Aktuatoren und führt die Anlernvorgänge erneut durch. Diese Werte werden vorsichtig interpretiert und mit der Probefahrt abgeglichen: Ein Getriebe, das rutscht, rupft oder beim Anfahren zögert, sagt ebenso viel.
Doppelkupplungsgetriebe, vom California und 458 Italia bis zu den aktuellen Modellen, verschleißen anders und werden anders geprüft: Öl und Filterung folgen dem Wartungsplan des Herstellers. Der Kupplungswechsel, F1 oder manuell, ist auf der Seite zur Ferrari-Kupplung beschrieben, das Auslesen der Steuergeräte auf der Seite zur elektronischen Fehlerdiagnose.
Krümmer, Kühlung, Klimaanlage: die bekannten Schwachpunkte
Einige Ferrari-V8, insbesondere 360 Modena und F430, sind für Risse in den Abgaskrümmern bekannt. Ein Leckgeräusch bei kaltem Motor, ein Geruch nach heißen Abgasen im Motorraum oder Rußspuren an einem Flansch rechtfertigen eine gründliche Prüfung, wenn nötig mit ausgebauten Krümmern.
Bei Mittelmotor-V8 wie dem 360 oder dem F430 sitzen die Kühler vorn, und lange Leitungen führen durch das ganze Fahrzeug zum Motor. Die Kühler sammeln Laub und Schmutz, was die Kühlung beeinträchtigt und Korrosion begünstigt: Sie werden bei der Inspektion gereinigt und geprüft. Der Klimakreislauf, seine Dichtheit und seine Leistung werden beim selben Termin kontrolliert.
Carbon-Keramik-Bremsen, Radlager und Fahrwerk
Ferrari mit Carbon-Keramik-Bremsen werden nach der Methode des Herstellers geprüft: Zustand der Reibflächen und Kanten, vorgeschriebene Verschleißmessung, spezifische Beläge. Diese Scheiben halten im Straßenbetrieb lange, doch ein Stoß beim Radwechsel genügt, um sie zu beschädigen. Graugussscheiben werden wie üblich auf Verschleiß und Schlag vermessen.
Radlager, Kugelgelenke, Gummilager und Stoßdämpfer werden bei jedem Termin geprüft, ebenso das Liftsystem der Vorderachse bei Modellen, die es besitzen. Ein Lagergeräusch, eine ziehende Lenkung oder ungleichmäßiger Reifenverschleiß werden behoben, bevor daraus eine Panne wird.
Wartungsplan, Garantie und Servicehistorie
Das europäische Recht erlaubt die Wartung außerhalb des Herstellernetzes ohne Verlust der Garantie, sofern der Wartungsplan mit Teilen gleichwertiger Qualität eingehalten wird. Neuere Ferrari können zudem von einem Wartungsprogramm des Herstellers profitieren: Vor jeder Arbeit prüfen wir mit Ihnen, was es für Ihr Fahrzeug abdeckt.
Bei einem Ferrari zählt die Servicehistorie für den Wert. Die Rechnung führt jede Arbeit und jedes Teil mit seiner Herkunft auf und dient als Wartungsnachweis. Bei einem Klassiker folgt die Wartung eines Ferrari 308 oder 328 anderen Regeln, die auf deren Seite beschrieben sind. Die allgemeine Arbeitsweise der Werkstatt stellt die Seite Wartung und Inspektion vor.

